Schullager

01.06.2022

Am Ende der 6. Klasse gingen wir mit der ganzen Klasse für 3 Tage ins Camp. Wir sind mit dem Fahrrad zur Location gefahren. Auch die Eltern kamen mit, um zu helfen.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich überhaupt nicht gerne ins Camp gegangen bin. Glücklicherweise hatte meine Mutter arrangiert, dass sie ab dem zweiten Tag auch zur Location kommen würde. Abends gab es Aktivitäten mit verschiedenen Spielen. Wir mussten im Dunkeln durch ein Waldstück gehen und durch einen Tunnel kriechen. Das fand ich selbst ziemlich spannend, da auch allerlei Gruselmusik gespielt wurde. Eine Art Geistertour.

Am nächsten Tag kam meine Mutter, um zu helfen und auch für mich da zu sein. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn endlich gab es jemanden, der mich verstand, wenn ich etwas nicht verstand oder etwas nicht mochte.

An diesem Nachmittag gingen wir auch Kanu fahren und was für eine Katastrophe das war. Ich war alleine mit meiner Mutter im Kanu, weil ich keine richtigen Freunde mehr hatte. Ich selbst saß mit einem Paddel vorne und meine Mutter saß hinter mir. Ich erinnere mich, als ich das Paddeln ziemlich schwierig fand. Ich konnte nur auf einer Seite paddeln, während meine Mutter sagte, ich könnte auf beiden Seiten paddeln. Ich verstand nicht, was sie meinte, weil mir vorher niemand erklärt hatte, wie man umsteigt und ich es deshalb nicht wusste wie es ging. Wir haben es so gelöst, dass ich nur rechts gepaddelt bin und meine Mutter nur links.

An diesem Abend war es mir zu viel. Ich musste in ein anderes Schlafzimmer umziehen, damit alle Mädchen zusammen schliefen. Ich erinnere mich, dass ich ein paar Stunden später schlafen gehen wollte, weil ich müde war von all den Aktivitäten und Eindrücken dieses Tages. Die Mädchen betraten den Raum und wollten länger aufbleiben. Ich fing dann an zu weinen, weil ich so gerne schlafen wollte und ich schon ziemlich müde war. Meine Mutter und ich gingen dann in ein anderes Schlafzimmer und schliefen dort. Dort war es ruhig und ich fühlte mich nicht so allein.

Insgesamt hat mir dieses Camp leider überhaupt nicht gefallen. Natürlich gab es einige schöne Momente, aber leider hatte ich kein gutes Gefühl dabei.