Jessica and her verbal Dyspraxia

Bildung mit SES

Es gibt in Deutschland verschiedene Kitas und Schulen wo Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung hin gehen können. Einige nenne ich in diesem Beitrag. Es gibt aber noch ganz viele andere verschiedene Kitas und Schulen, dies sind nur Beispiele.

Jedes Kind hat eigene Stärken, Schwächen und Tempo. Das ist ganz natürlich. Aber wenn es nicht mehr in der normalen Spannbreite der kindlichen Entwicklung liegt, oder dass das Kind Auffälligkeiten oder Verzörgerungen hat, dann ist eine spezielle Unterstützung des Kindes erforderlich. Desto früher es festgestellt wird, desto besser kann dem Kind geholfen werden.

Angebot der Frühforderung:

  • Diagnostik.
  • Therapie z.B. Logopädie oder Physiotherapie.
  • Pädagogische Förderung.
  • Unterstützung der Eltern.

Das ziel der Frühforderung ist es das Kind zu unterstützen in seinem seelischen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten, durch entsprechender Förder- und Behandlungsmassnahmen.

Es gibt auch eine heilpädagogischer Kindergarten. Das Ziel davon ist es, kindern einen normale Start ins Leben zu ermöglichen. Sehr wichtig ist es auch das die Integration zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern in jedem Alltag da ist. Sie lernen schon in jungen Jahren das soziale Miteinander kennen.

Schule mit Inklusion, dass bedeutet dass alle Kindern mit oder ohne Förderbedarf gemeinsam lernen. Es kann grosse Veränderung mitbringen, aber nur wenn die Inklusion gut umgesetzt wird. Kindern mit eine Behinderung können dann zu eine regulären Schule gehen, statt das sie an eine Förderschule unterrichtet werden.

Wann benötigt ein Kind ein Förderbedarf?

  • Wenn das Kind Schwierigkeiten beim Lernen hat
  • oder es hat Schwierigkeiten beim Sprechen.
  • Eine motorische oder körperliche Beeinträchtigung hat
  • oder im Sozialverhalten und in seiner emotionalen Entwicklung auffällig ist.

Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb ein Kind einen Förderbedarf benötigt.

Die Sprachheilschule ist eine Schule für normalbegabte Kinder mit besonderem sprachlichem Förderbedarf. Die Klassen sind kleiner und es gibt verschiedene erfahrene Lehrer die die Klasse unterstützen. Die Kinder erhalten spezielle schulische Förderungen und mehrmals wöchentlich intensive Sprachtherapie. 

Einbezogen werden die Eltern durch eine Förderplanung. Ein Förderplan ist kein Fertigpaket, denn jedes Kind mit einer Sprachentwicklungsstörung ist individuell. Dabei handelt es sichum Förder- und Hilfsmaßnahmen, die an die Bedürfnisse des Kindes angepasst sind.

Die Hilfe

Es wird angenommen, dass etwas sieben prozent aller Kinder eine Sprachentwicklungsstörung haben. SES wird nicht immer erkannt. Es kann sein das erst vermutet wird dass das Kind eine Intelligenzverminderung, eine neurologische Schädigung oder eine Sprachverzögerung hat.

Bis etwas zum siebten Lebensjahr ist die Sprachentwicklung am stärksten, weshalb es wichtig ist rechtzeitig Hilfe anzubieten, damit die Sprachentwicklung angeregt wird.

Der Kinderartzt führt als Erster einen Hör- und Sehtest durch und prüft auch, ob gesundheitliche Beinträchtigungen vorliegen. Eine SES kann dann mit Hilfe der Sprachdiagnostik festgestellt werden. Je nach Alter kommen verschiedene Test zum Einsatz.

Einige dieser Tests werden auch für die empfohlen Vorsorgeuntersuchungen U6 bis U9 verwendet. Auf diese Weise können eventuelle Störungen frühzeitig festgestellt werden. Je nach Art und Ausmaß der Sprachentwicklungsstörung sollte ein entsprechendes Behandlungsprogramm empfohlen werden.

Die verschiedenen Experten:

  • Kinderarzt: führt verschiedene Tests durch
  • Logopädie: spezialisiert auf Sprach- und Sprechprobleme
  • Physiotherapie: dient der Behandlung und Vorbeugung verschiedenster Beschwerden
  • Ergotherapie: unterstützt Menschen mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit
  • Psychotherapie: befasst sich mit psychosozialen Problemen und psychiatrischen Störungen

Nach den Tests wird besprochen was untersucht wurde, was die Ergebnisse sind und was die nächsten Schritte sind wenn bei Ihrem kind SES diagnostiziert wurde. Es ist auch möglich, dass Ihr Kind kein SES hat, aber ein Late Talker ist oder eine Sprachverzögerung hat. Wenn ja, werden Sie auch dazu beraten.


Was ist SES

Die Sprachentwicklungsstörung (SES) ist eine angeborene neurokognitive Entwicklungsstörung. Sprache wird im Gehirn weniger gut verarbeitet.

Wenn du die diagnose SES hast, dann fällt es dir möglicherweise schwer, Sprache zu verstehen oder du hast Schwierigkeiten beim Sprechen. Die Sprachentwicklung ist nicht mit der von Gleichaltrigen zu vergleichen.

Eigenschaften:

  • Das Kind hat Schwierigkeiten, ein Wort zu finden
  • Das Kind wird nicht gut verstanden
  • Das Kind wird wütend, wenn es nicht verstanden wird oder andere es nicht verstehen
  • Das Kind macht kurze Sätze oder viele Fehler beim Bilden von Sätzen
  • Das Kind spricht nicht oder nicht viel

Kinder mit SES:

  • Hören gut
  • Lernen ihre Muttersprache langsam und mit sehr viel Mühe
  • Haben eine normale Intelligenz
  • Fällt es schwer, sich Geräusche und Wörter zu merken
  • Haben probleme mit der Grammatik
  • Finden es schwierig, mit Emotionen umzugehen

Eine Sprachverzögerung und eine Sprachentwicklungsstörung sind zwei verschiedene Dinge. Bei einer Sprachverzögerung hört das Kind seine Muttersprache zu wenig. Das Sprachdefizit kann mit mehr Sprachangebot verschwinden.  

Bei einer Sprachentwicklungsstörung ist dies nicht der Fall. Irgendetwas läuft schief mit der angeborenen Fähigkeit des Sprachenlernens. Der Prozess der Sprachentwicklung läuft nicht rund, weil das Gehirn die Sprache nicht optimal verarbeitet. Mehr Sprachangebot hilft nicht. Hierfür ist ein spezialisiertes Behandlungsangebot notwendig.

Auch Kinder die mehrsprachig aufwachsen, können eine Sprachentwicklungsstörung haben. Es kann sein, wenn man mehrsprachig aufwächst, das die SES erst später entdeckt wird. Wenn du eine SES hast, dann hast du Probleme mit beiden Sprachen.

Mein Tipp: Sprechen Sie mit dem Kind weiter mehrsprachig, auch wenn es eine Sprachentwicklungsstörung hat. Es hilft, wenn eine Person weiterhin in der Muttersprache und die andere in der mehrsprachigen Sprache spricht. So weiß das Kind genau, mit wem es welche Sprache sprechen soll. Das hat mir auch am meisten geholfen.


Die Grobmotorik

Grobmotorik sind die großen Bewegungen, die Du mit deinen Armen, Beinen und Kopf machst Dazu gehören Krabbeln, Gehen, Laufen und Springen. Aber auch Radfahren, Schwimmen, Seilspringen und das Werfen und Fangen gehören zur Grobmotorik.

Die Grobmotorik entwickelt sich oft als erstes von alleine. Erst später entwickelt sich die Feinmotorik, denn Kinder bewegen sich täglich und üben so spielerisch, die Bewegungen zu verfeinern.

Nachfolgend findest du einige Tipps pro Alterskategorie was du mit deinem Kind tun kannst, um die Grobmotorik zu fördern.

Säuglingsalter 0-2 Jahre:

  • Zum Spielplatz
  • Spielen mit einem Ballon
  • Unterwegs mit dem Laufrad
  • Seifenblasen Spiele

Kleinkindzeit 2-4 Jahre:

  • Fahrradfahren
  • Zu Musik tanzen
  • Hüpfen oder springen
  • Spiele mit dem Ball spielen

Vorschulalter 4-6 Jahre:

  • Schwimmen
  • Verstecken spielen
  • Über verschiedene Hindernisse kletteren
  • Balancieren, zum Beispiel auf einer Bordsteinkante oder über einen Schwebebalken gehen

Grundschulalter 6-12 Jahre:

  • Seilspringen
  • Springen auf dem Trampolin
  • Schnitzeljagd organisieren
  • Ballsporten spielen wie zum Beispiel Fußball, Basketball oder Handball

Die Feinmotorik

Feinmotorik sind die Bewegungen, die Du mit deinen Armen, Händen und Fingern ausführst, um Gegenstände zu greifen und zu benutzen. Zum Beispiel: schneiden, schreiben, Schnürsenkel binden oder einen Knopf öffnen und schließen.

Dies erfordert, dass alle verschiedenen Muskeln gut zusammenarbeiten. Du verwendest dafür auch deine Augen, um die visuelle Kontrolle über dasjenige zu haben, was deine Hände tun. Das nennt man Auge-Hand-Koordination.

Nachfolgend findest du einige Tipps pro Alterskategorie was du mit deinem Kind tun kannst, um die Feinmotorik zu fördern.

Säuglingsalter 0-2 Jahre:

  • Seifenblasen
  • Mit Fingerfarbe rumspielen
  • Türme bauen und niederreißen

Kleinkindzeit 2-4 Jahre:

  • Perlen auffädeln oder sortieren
  • Basteln mit: Ton, Sand, Wasser, Rasierschaum, Schlamm oder Kreide
  • Bauspielzeug: Hämmern, Schrauben eindrehen oder Muttern anziehen

Vorschulalter 4-6 Jahre:

  • Figuren basteln mit Bügelperlen
  • Mithelfen in der Küche, zum Beispiel Tisch decken oder Brot schmieren
  • Sich selbst beim Anziehen helfen, zum Beispiel den Reißverschluss schließen oder Schnürsenkel binden

Grundalter 6-12 Jahre:

  • Einen Kreisel drehen
  • Ministeck-Kunstwerke herstellen
  • Zum Beispiel Brettspiele 4 Gewinnt oder Jenga spielen

Die Motorik

Feinmotorik sind die Bewegungen, die Du mit deinen Armen, Händen und Fingern ausführst, um Gegenstände zu greifen und zu benutzen. Zum Beispiel: schneiden, schreiben, Schnürsenkel binden oder einen Knopf öffnen und schließen.

Unter Motorik versteht man: die Gesamtheit der Bewegungen. Bewege deinen Körper und nutze ihn. Die motorischen Fähigkeiten werden in der Fein- und der Grobmotorik verteilt.

Dies erfordert, dass alle verschiedenen Muskeln gut zusammenarbeiten. Du verwendest dafür auch deine Augen, um die visuelle Kontrolle über dasjenige zu haben, was deine Hände tun. Das nennt man Auge-Hand-Koordination.

Grobmotorik sind die großen Bewegungen, die Du mit deinen Armen, Beinen und Kopf machst Dazu gehören Krabbeln, Gehen, Laufen und Springen. Aber auch Radfahren, Schwimmen, Seilspringen und das Werfen und Fangen gehören zur Grobmotorik.

Die Grobmotorik entwickelt sich oft als erstes von alleine. Erst später entwickelt sich die Feinmotorik, denn Kinder bewegen sich täglich und üben so spielerisch, die Bewegungen zu verfeinern. 

Die Grobmotorik fällt den meisten Menschen leichter. Das sind Bewegungen, die wir selbst lernen. Das liegt daran, dass wir Bewegungen täglich machen und es uns daher keine Anstrengung mehr kostet.

Feinmotorik erfordert Aufmerksamkeit und Konzentration, die das Kind oft noch nicht ausreichend hat. In der Grundschule wird an der Feinmotorik gearbeitet.

Schon im Kindergarten lernt das Kind schneiden, kleben und zeichnen. Für uns scheinen diese Handlungen einfach zu sein, aber für das Kind ist es immer noch sehr schwierig.


Motorische Entwicklungsstörung

Kinder mit einer motorischen Entwicklungsstörung haben Schwierigkeiten Bewegungen zu koordinieren, was sie oft ungeschickt macht. Sie haben Schwierigkeiten mit täglichen Aktivitäten wie: An- und Ausziehen und Schnürsenkel binden.

Die motorischen Entwicklungsstörungen können verschiedene Symptome haben. Im Säuglingsalter kann es zu Verzörgerungen beim Erreichen motorischer Meilensteine kommen. Zum Beispiel: im späten Sitzen, Krabbeln und Gehen. Später kann auch eine motorische Störung auftreten.

Nachfolgend findest du pro Alterskategorie eine Reihe von Punkten, mit denen ein Kind mit einer motorischen Entwicklungsstörung Probleme haben kann. Die Übersicht ist für Eltern und Betreuer gedacht, um herauszufinden, ob motorische Probleme vorliegen. Wenn dies der Fall ist um rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Säuglingsalter 0-2 Jahre:

  • Beim Sitzen kann das Kind den Kopf nicht aufrecht halten - 5 Monate
  • Schwacher Muskeltonus - 15 Monate
  • Das Kind kann noch nicht alleine laufen - 20 Monate

Kleinkindzeit 2-4 Jahre:

  • Das Kind fällt viel - 2 Jahre
  • Verschüttet viel und hat viele kleine Unfälle - 3 Jahre
  • Kann keinen großen Ball fangen - 3,5 Jahre

Vorschulalter 4-6 Jahre:

  • Stürzt bei Gleichgewichtsübungen, wie z.b. auf einem Bein stehen - 5 Jahre
  • Probleme beim Zuknöpfen und Schnürsenkel binden - 5 Jahre
  • Schwierigkeiten beim Radfahren, Rollschuhlaufen und Seilspringen - 6 Jahre

Kleinkinder mit einer motorsichen Entwicklungsstörung sind leicht zu erkennen und werden daher gut behandelt. Wenn das Kind etwas älter ist, kann es etwas schwieriger sein. Das kannst du von einem Physiotherapeuten beurteilen lassen.

Die Ursache einer motorischen Entwicklungsstörung kann vielfältig sein. Es kann ein erblicher Faktor sein, aber auch die Erziehung spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung. Die Störung kann vorübergehend bis dauerhaft sein. Die motorische Entwicklung ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche Kinder entwickeln sich schneller als andere.


Was ist Verbale Entwicklungsdyspraxie

Eine verbale Entwicklungsdyspraxie (VED), ist eine Sprachstörung. 

Verbale dyspraxie ist eine motorische Entwicklungsstörung und fällt unter eine Sprachentwicklungsstörung (SES).

Es ist eine Unreife des linken Kleinhirns, also eine Störung in der korrekten Verarbeitung von Informationen. Es ist eine Sprachstörung, die mit bewegung zu tun hat: Der Mund will sich nicht richtig bewegen.

Die verbale Dyspraxie ist eine angeborene Behinderung und nicht sichtbar. Dies führt zu Schwierigkeiten in der Fein- und Grobmotorik.

Dyspraxie wird oft mit Problemen in der Sprache, Wahrnehmung, Denken und sensibler Berührung in Verbindung gebracht.